Bluthochdruck, Blutdruckmessung und Belastungs-EKG

Die häufigste chronische Gesundheitsproblematik ist der Bluthochdruck (Hypertonie).

Über die genaue Definition von Bluthochdruck herrscht nationale und internationale Uneinigkeit. Sinnvoll erscheint 140 / 90 mmHg als Obergrenze bei Messung in unserem Hausarztzentrum sowie 135 / 85 mmHg bei Eigenmessung zuhause. Hoher Blutdruck ist der wichtigste kardiovaskuläre Risikofaktor und führt zur chronischen Gefäß- und Organvoralterung mit der Gefahr akuter Komplikationen wie Schlaganfälle, Herzinfarkte, Niereninsuffizienz bis hin zur Dialysepflicht und vielen weiteren organspezifischen Erkrankungen. Die chronische Verengung der Herzkrankgefäße nennt sich koronare Herzerkrankung (abgekürzt KHK) und sollte nach Diagnosestellung im Rahmen des Chronikerprogramms (DMP KHK) regelmäßig nachkontrolliert werden.

 

Aufgrund der großen Tragweite dieses Risikofaktors kommt der Blutdruckeinstellung eine besondere Bedeutung zu. Hierbei sind jedoch Einzelmessungen bei Diagnostik und Verlaufskontrolle oft nicht weiterführend, da der Blutdruck völlig normalen, starken Schwankungen unterliegt. Daher ist das Erstellen eines Blutdrucklangzeitprofils über 24 Stunden sinnvoll. Dafür wird über die entsprechende Zeitspanne eine Blutdruckmanschette am Oberarm angelegt, welche sich automatisch alle 30 Minuten aufpumpt. Im Anschluss wird dann ein Mittelwert für den Blutdruck tagsüber und auch während des Nachtschlafs berechnet.

 

Wird ein Belastungs-EKG durchgeführt, können die Blutdruckwerte unter körperlicher Anstrengung gemessen werden. Darüber hinaus lassen sich auch Rückschlüsse auf eine koronare Herzerkrankung (s.o.) ziehen. 

 

Daher werden beide Untersuchungsgefahren in unserem MVZ durchgeführt.